| Home | Telekom senkt Preise für vDSL und Internetfernsehen und verbessert das Angebot »
Glasfaser wird DSL ersetzen
Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Diese Regel trifft besonders beim Geschäft mit Internetzugängen, allem voran dem derzeitigen Standard für Highspeed-Internetzugänge in Deutschland - DSL.
Besonders jene, die im Osten von Berlin wohnen oder wohnten kennen das Problem. Neueste Technik wurde dort verbaut. Zukunftssicher. Ermöglicht Datendurchsätze bzw. Bandbreiten die beim momentanen Stand der Technik nicht zu toppen sind. Richtig, es handelt sich um Glasfaserleitungen.
Doch jahrelang lag die moderne Technik quasi brach. Zwar wäre eine superschnelle Internetleitung möglich gewesen - aber das lohnte sich dann allerhöchstens für sehr große Firmenkunden. Glasfaser-Internetanschlüsse auf Basis der DSL-Preise? Undenkbar. Und da der größte deutsche Telekommunikationsanbieter seine Brötchen am besten mit der DSL-Technik verdient und somit kein Geld in den Ausbau der teuren Glasfasertechnik zu Anbindung an Privathaushalte stecken wollte oder konnte, mussten jene Kunden in die Röhre schauen.
Doch getreu dem Motte Abwarten und Tee trinken scheint sich demnächst einiges zu ändern auf dem Glasfasermarkt. Genauso, wie Dörfer die Jahrelang kein DSL bekommen konnten, erst scheinbar jetzt erschlossen werden sollen - jetzt wo Wimax und andere alternative Techniken im Vormarsch sind und sich die Konkurrenz die Kunden holen will, womöglich nicht nur im Internet sondern durch immer besser werdende VoIP-Techniken oder gar per UMTS, HSDPA und entsprechenden Sprachflatrates über das Mobilfunknetz, scheint es jetzt mit dem Internetanschluss über Glasfaserleitungen zu gehen.
Geschwindigkeiten von bis zu 100MBit/s sind möglich. Und die alternativen Anbieter sind im Moment in Hamburg, Köln und München am werkeln. Hansenet, die das inzwischen landläufige Produkt Alice-DSL vertreiben, M-Net und Netcologne machen sich auf, Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser zu legen.
Die Preise für die Endkunden werden sich dann wohl im oberen Preissegment der aktuellen DSL-Anschlüsse einsortieren. Auf genaue Angebote dürfen wir gespannt sein. Der Grund für die Aktivitäten der Anbieter dürfte auf der Hand liegen. Denn für die bekannte letzte Meile ist für alternative Anbieter nicht die günstigste Lösung. Diese Leitungen müssen gemietet werden - und das verursacht natürlich unnötig Kosten. Da kann sich die Mühe, eine eigene Leitung zu verlegen auf jeden Fall bezahlt machen.
Die Telekom setzt indes auf andere Techniken. So wird inzwischen für das Produkt T-Home Entertain der vDSL-Standard benutzt. Mit diesem sind Bandbreiten zu 25 oder 50 MBit/s zu haben. Hierbei kommt weiterhin die Kupferleitung zwischen dem Endkunden und der Vermittlungsstelle zum Einsatz. Erst ab dort wird auf Glasfaser gesetzt. Der momentane Nachteil an den T-Home Entertein Packeten: 24 Monate Laufzeit und nicht ohne Fernsehen erhältlich. Somit kommt man momentan nicht günstiger als für 59,95 EUR (Stand: 30.März 2008) pro Monat für den schnellen vDSL Anschluss weg.
About this entry
You’re currently reading “Glasfaser wird DSL ersetzen,” an entry on Glasfaser Highspeed Internet und DSL
- Published:
- Mar 30 2008 / 2:39 pm
- Category:
- Alice-DSL, Breitbandzugang, DSL, Glasfaser, Hansenet, Internet, M-Net, Netcologne, T-Entertain, T-Home, vDSL
No comments
Jump to comment form | comments rss | trackback uri